historische Reitmode


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über mich


Presseberichte über mich: http://www.sissis-erben.de/html/presse.html



Hallo und herzlich Willkommen auf meiner Seite!

Vermutlich sind Sie auf mich gestoßen, weil Sie genauso sehr wie ich die Mode längst vergangener Zeiten lieben. Doch sie muss nicht Vergangenheit bleiben! Das Schöne am 21. Jahrhundert ist doch, dass wir heutzutage tragen können, was wir wollen. Wir müssen uns nur trauen. Den ersten Schritt in diese Richtung haben Sie bereits getan, als Sie diese Website angeklickt haben.

Nun ein paar Worte zu mir:

Im vergangenen Jahrhundert, nämlich 1975 geboren, habe ich mich schon immer für "Sissikleider" begeistert. Um mich ruhigzustellen, mussten nur die Sissi-Filme im Fernsehen laufen, und schon hörte man von mir keinen Mucks mehr. An Fasnacht wollte ich immer Sissi spielen, und das hat bis heute nicht aufgehört.
Mein erstes Sissi-Kleid bekam ich mit 15. Damals war ich noch viel in der Countryszene unterwegs, in welche auch die Frauen in erster Linie mit Jeans, Cowboyhut, kariertem Hemd und Halstuch unterwegs sind. Schon damals dachte ich: "Ich bin doch kein Kuhhirte, ich bin doch lieber eine Südstaatenlady." Und so kam ich zu meinem ersten Kleid. Damals noch aus Brautkleidschnitten und billigem Taft genäht und weit und breit davon entfernt, irgendwie historisch zu sein. Und doch habe ich es geliebt und stolz getragen.

Dann kam das Internet und damit eine Fülle von Informationen, von denen ich nie geträumt hätte. Plötzlich stieß ich auf Schnittmuster, Modekupfer, Bilder…
Ich befasste mich ausführlich mit der Mode des späten 19. Jahrhunderts. Mittlerweile nähe ich keine "Sissikleider" mehr, sondern mit authentischen historischen Schnitten.

Allerdings ist meine Mode, das muss ich fairerhalber sagen, nicht zu 100% authentisch. Authentisch zu nähen ist auch ein finanzieller Aspekt. Ich kann nicht für ein Kleid 10 Meter reine Seide vernähen und echte Spitze. Deshalb sage ich immer, ich nähe zu 80% authentisch. Das heißt, ich nähe nach alten Schnittmustern, verwende aber moderne Stoffe und Materialien. Auch nähe ich nicht von Hand, wie damals üblich, sondern mit einer modernen Nähmaschine. Dinge wie Reißverschluss etc. kommen nicht in die historischen Sachen, wohl aber Spitzen mit einem geringen Polyesteranteil. Meine Mode muss alltagstauglich sein, deshalb verzichte ich auch auf lange Schleppen und empfindliches Material, welches nicht gewaschen werden kann. Ich habe weder eine Zofe noch eine Bügelfrau, welche solche Dinge für mich erledigt.

Meine erste große Leidenschaft gilt aber nach wie vor den Pferden. Irgendwann habe ich auch mit dem reiten im Damensattel angefangen. Da kam ich "zufällig" dazu. Ja, auch so was gibt's. Für mich waren Damensattelreiterinnen irgendwie immer Frauen, die mindestens L-Dressur ritten, super ausgebildete Barockpferde hatten und halt supertoll reiten konnten. Mein damaliges Pferd war Samoa, ein total durchgeknallter töltender Traber. Sie war völlig überzüchtet und eigentlich nur tauglich für die Rennbahn. Ihre bevorzugte Gangart war auf der Stelle galoppieren und seitwärts tänzeln. Das klassische Damensattelpferd eben :-)

Wir haben uns arrangiert, ich habe sie sehr geliebt und kam mit ihr klar. Füße musste man so weit wie möglich von ihr fernhalten, auf Schenkeldruck hin ist sie explodiert. Eines Tages habe ich bei Ebay eher aus Blödsinn bei einem Damensattel mitgeboten. Er stand noch recht niedrig, und ich als Ebayneuling wollte halt ein bissle mit Ebay herumspielen. Tja, und dann hat keiner mehr weitergeboten, und so kam ich zu meinem Damensattel. Ich hab mich gefreut wie blöde, auch wenn jeder, dem ich das erzählte, mir einen Vogel gezeigt hat! "Wie, auf deinem durchgeknallten Gaul willst Du im Damensattel reiten?" Oh ja, ich wollte. Zuerst ließ ich den Sattel von einem Sattler ändern, dass er einigermaßen passte.

Meine ersten Reitversuche waren ein Fiasko. Ich kam nicht mit diesen ganzen Schnüren, Gurten und Bändern klar, und aufs Pferd kam ich schon gar nicht. Ich bin dann auf die Mauer des Misthaufens geklettert, und von dort aufs Pferd. Sehr ladylike. Meine Mutter führte dann mein Pferd, und ich konnte mich drauf konzentrieren, nicht gleich wieder herunterzupurzeln. Herrje, da war rechts von mir nur Abgrund, und irgendwie bin ich immer nach vorne gekippt. Eine ziemliche Witzfigur eben. Der zweite Versuch ging dann gleich ins Gelände, da mir weder Reitplatz- noch Halle zur Verfügung standen. Es hat eigentlich erstaunlich gut geklappt, nur die letzten 3 Kilometer ging ich zu Fuß, da ich mir mein Knie bis aufs Fleisch runtergescheuert hatte. Den Westernsattel gewöhnt, ritt ich auch den Damensattel mit Jeans. Böser Fehler. Die hat sich nämlich am Knie so zusammengekrumpelt, dass alles aufgescheuert wurde. Den nächsten Versuch unternahm ich dann mit einer neugekauften, hautengen Reithose. Und siehe da, es klappte. Und mein durchgeknalltes Pferdchen? Ich weiß nicht, woran es lag, aber im Damensattel lief sie lammfromm. Vielleicht lag es daran, dass meine Füße weg von ihr waren. Schritt war toll, traben mussten wir nicht, da sie ja ein Tölter war und wer einmal im Damensattel galoppiert ist, möchte nie wieder im normalen Sattel galoppieren. Gut, ich gebe zu, vor dem ersten Galopp habe ich einen Cognac gebraucht, sonst hätte ich mich wohl nicht getraut. Aber er war toll! Ich war so stolz auf mich und mein Pferdchen! Ich, die Wald-und-Wiesenreiterin ohne den Hauch einer Ahnung von Dressur, und meine durchgeknallte Samoa! Wir ritten viele Umzüge und Volksritte, bis sie leider vor 2 Jahren an einer gerissenen Aorta starb. Mein jetziges Pferd, Paj, ist ein Vollblutaraber, und leider noch nicht so trittsicher, dass ich mich mit ihm traue, im Damensattel zu reiten. Es wird noch einige Zeit dauern, aber ich freue mich schon sehr darauf.

Nun kennt ihr meine Geschichte der Mode und der Damensattelreiterei. Es war ziemlich umfangreich, aber ich möchte damit auch allen Mut machen, die nicht supertoll Dressur reiten können und vielleicht verunsichert sind, weil sie "nur" Wald- und Wiesenreiter sind. Das bin ich auch. Traut euch! Es gehört viel mehr Mut dazu, in freier Natur zu reiten als in einem Dressurviereck!

Ich drücke euch ganz arg die Daumen!

Eure Petra

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